Ich
danke Ingo Janda aus Schopfheim für die Überarbeitung.
Das Firmenzeichen
von Scania wurde vom schwedischen Künstler Carl Fredrik
Reuterswärd design und beinhaltet den Skonener Greif,
der Teil des Landeswappen der schwedischen Region Skonen
(gesprochen: Schonen) ist, in der die Firma Scania in
Malmö gegründet wurde.
1891 begann eine Gruppe Industrielleute mit der Firma Vagnfabriks
Aktie Bolaget I
Södertälje,
Die Wagenfabrik in Södertälje, für Herstellung von
Güterwagen in Schienenbetieb. Später war der Markt
rückläufig, und man begann die Produktion der PKW´s
und der LKW´s. Die Fahrzeuge wurden unter der Marke
VABIS verkauft. Die Firma war sich früh bewußt, dass
sie einen einprägendes Symbol haben muss.

Werkseintritt zu
Scania in Malmö
Der Anfang
In Malmö in Skonen war
Maskinfabriksaktiebolaget Scania, Maschinenbau AG Scania,
die eine ähnliche Produktpalette hatte. 1903 verlies der
erste PKW´s die Fabrik. 1905 wurden die ersten Scania
Motoren konstruriert und man produzierte sowohl PKW´s
als LKW´s.
Die Scania LKW´s waren einfach zu verkaufen, aber eine
Erhöhung des Kapitals war erforderlich, um die
Produktionsanlagen zu errichten, und ein Partner war
notwendig. 1911 gingen Scania in Malmö und Vabis in
Södertälje zusammen. Die LKW´s wurden in Malmø, die
PKW´s in Södertälje gebaut. In Malmö blieb die
Leitung bis 1913. Dann wurde sie nach Södertälje
umgesiedelt.

In den Jahren vor dem
1.Weltkrieg, hatte Scania-Vabis einen guten Export zu den
anderen nordischen Ländern, Rußland und den baltischen
Staaten. Während des Krieges war der Export fast
gestoppt, aber der Binnenmarkt war im neutralen Schweden
gut. Nach dem Krieg gab es eine Überproduktion von
LKW´s und Scania-Vabis hatte in eine schwere
Wirtschaftskrise. In 1921 machte die Firma Bankrott.
Scania-Vabis hat sich nach der Neugründung langsam aber
sicher neu etabliert und wurde zu einem starken und
wirkungsvollen Name in der LKW Industrie.
Die dänische Scania-Vabis Periode.
In einer Periode gab es auch eine
Produktion der Scania Fahrzeuge in Dänemark.
1911 wurde der erste schwedische Scania LKW aus der
dänischen Produktion, mit einem 26 PS, 4 Zylinder
Reihenmotor und 8,8 Litern Hubraum geliefert. Das
Ladevermögen waren 4 Tonnen. In den folgenden 2 Jahren
wurden 7 LKW-typen und 1 PKW-Typ gebaut.
Am Ende von 1913 wurde die Firma Dansk A/S Scania-Vabis
gegründet. 1914 wurde der erste in Dänemark produzierte
Scania-Vabis, ein 4 sitziger Phaeton-PKW ausgeliefert.
Erbaut in der Fabrik ii einem Stadtteil von Frederiksberg
bei Kopenhagen. 1915 verließ der erste dänische
Scania-Vabis LKW die Fabrik auf eigenen Rädern. Die
folgenden Jahren konstruierte die dänische Fabrik einer
der ersten V8 Motoren der Welt - entwickelt für PKW´s.
Er wurde in einer Stückzahl von etwa 25 Einheiten gebaut
und wurde in Krankenwagen, Polizeiwagen, Taxis und in
luxuriösen Autos verwendet. Schon 1920 wurde die
dänische Handwerkertradition von der Serien-Produktion
überholt. 1921 wurde die Dänische Scania-Vabis
Produktion geschlossen. Die genauen Zahlen der in
Dänemark gebauten Fahrzeugen ist unbekannt. Es waren ca.
175 LKW´s und ungefähr 75 PKW´s.
Konzentriert in Södertälje
1925 wurde die Serienproduktion
der Personenkraftwagen gestoppt. Der Betrieb in Malmö
wurde 1927 geschlossen. Während der dreißiger Jahre
wurde die Produktion der Busse erhöht, und die Firma
wurde ein weithin bekannter und respektierter Produzent
von Motoren. 1932 wurde der erste Dieselmotor
vorgestellt. Entwickelt in einer Zusammenarbeit mit der
deutschem Magirus. Im Jahr 1936 wurde dann ein eigener
Dieselmotor mit 120 PS präsentiert . Er wurde - mit nur
geringfügigen Änderungen - während fast 15 Jahre
verkauft. Er konnte für Gebrauch alternativen
Treibstoffs umgewandelt werden. Während des zweiten
Weltkrieges wurde er auch mit Holz-Gas betrieben.
1932 wurde der moderne LKW, mit der Maschine "neben
oder vor" dem Fahrer und mit unterschiedlichen
Haubenausführung eingeführt. Dieser Aufbau, häufig als
Spitzname "Bulldogge" genannt, ermöglichte es
die Ladefähigkeit zu erhöhen.
Die LKW´s waren von sehr hoher Qualität. Ein vermutlich
aussergewöhnlicher LKW wurde an eine Schneepflugfirma im
Jahre 1924 geliefert. Er wurde für´s schneepflügen und
-transporte bis 1974 verwendet, als er dann mit 1.500.000
Kilometer ausser Dienst gestellt wurde.
2.Weltkrieg
Während des Krieges wurden viele
militärische Fahrzeuge und auch leichte Panzer
produziert.
Die Panzer wurden unter Lizenz als Stridsvagn m/41
gebaut. 1942-44 wurden 222 m/41s an die schwedische Armee
geliefert. Die zweite Serie von 122 Panzer hatte eine
stärkere Panzerung an der Frontseite und eine
leistungsfähigere Maschine. Sie waren im Einsatz bis in
die späten Fünfziger Jahr bis sie dann zu gepanzerten
Personenfahrzeuge (Pbv 301) umgebaut wurden.
Während des Krieges wurden alle neuen LKW´s mit
Holzvergaser geliefert. Bei Busse wa dieser meist in
einem Anhänger installiert, damit die Karosserie nicht
umgebaut werden musste.
Nach dem Krieg
1948 bekam Scania-Vabis die
Generalagentur für Volkswagen in Schweden. Dieses ergab
bessere Bedingungen für die Serviceorganisation in
Schweden, in den Investitionen und in der Entwicklung.
Der Exportanteil wurde auch erhöht.
Diese Expansion hielt an während der fünfziger Jahre
und sechziger Jahre an. In dieser Zeit wurde Fabriken in
Brasilien und Holland gebaut.
Neue Modelle
1951 war das Jahr sersten Scania-Vabis Turbo Motor, ein
Abgasturbolader. 1954 wurde der Turbo erstmalig in
LKW-Maschinen eingebaut. Die ersten Turbomotoren fanden
verwendung in Schienenfahrzeugen.
1953 begann die Serienproduktion vom L51 Drabant. Sie
hatten einen 4 Zylinder mit 100 PS und konnten 6 Tonnen
laden. Sie wurden in vier Modellen mit verschiedener
Länge uns Achsständen gebaut. Über 9.000 L51 wurden
gebaut, bis Produktion 1959 eingestellt wurde.
Ein Jahr später kam der 2-Achser L71 und der 3-Achser
LS71, beide mit dem Namen Regent auf den Markt. Sie waren
mit 150 PS Motoren ausgestattet (das "S" steht
für die dritte Unterstützungsachse, Stödaksel auf
Swedish). Das Getriebe wurde mit einer
Antriebsvorrichtung für Gebrauch mit hudraulischen
Geräte ausgerüstet. Die LKW´s konnten mit
Druckluftbremsen und ab 1955 auch mit Servolenkung
geliefert werden.
1958 kamen der erste LKW in einer völlig neuen,
vorbildlichen Serie. Der L75, basiert auf dem neuen 165
PS 6 Zylinder Dieselmotor. Es wurden auch Fahrzeuge mit
tandemachse gebaut - die LT75.
Noch war das traditionelle Karosseriedesign, mit der
Maschine unter einer Langhaube - bei LKW´s sehr üblich.
Aber der LKW L75 war der erste europäische LKW mit einem
integrierten Fahrerhaus, der zum Chassis mit
Gummibefestigung angebracht wurde. Dieses ergab einem
erheblich besseren Komfort für den Fahrer.
Die Reihe L75 war der Basis für ein Serie von LKW´s,
die bis August 1980 - 22 Jahre später, produziert
wurden. Während der Jahre wurden viele Verbesserungen
gemacht, und die Modellnummer veränderte sich (L76, L110
und schließlich L111).
Im Sommer 1959 wurde der L51 durch die L55 und LS55
ersetzt. 1962 ersetzte der L56 den L55. Wichtigen
Neuheiten waren das doppelte, unabhängige
Druckluft-Bremssystem für erhöhte Sicherheit im
Verkehr.
Der L76 ersetzte den L75 im frühen 1963. Die Reihe
schloß den Frontlenker LB76 ein. Bestimmt für die
europäischen Märkte, in denen 18 Meter als maximale
Zuglänge festgelegt wurde. Ein LBS LKW mit Anhänger
konnte ungefähr 7 Kubikmeter mehr laden als ein L Modell
(in Schweden wurde die maximale Länge 1966 auf 24 Meter
festgelegt).

SAAB-Scania
1968 fusionierte die Firma mit
SAAB AB. Eine Firma , die als Svenska Aeroplan
Aktiebolaget,
(Schwedische Flugzeug AG) gegründet wurde. Scania-Vabis
und SAAB wurden jetzt in SAAB-Scania AB vereinigt.
Der Name der LKW´s wurde von Scania-Vabis zu Scania
gewechselt. Der Name war viel zu lang und die
Namenskürzung hat sich sehr positiv ausgewirkt.
Alle Modelle wurden umbenannt und das Zylindervolumen
wurde in den neuen Typenbezeichnungen einbezogen. Der L36
hatte einen Hubraum von5 Liter und wurde zum L50 - und so
weiter - der L76 wurde zum L110 (11 Liter Hubraum).
Unter den Neuheiten waren auch einige neue Modelle, wie
der LB110 mit einem Fahrerhaus, der eine große Öffnung
in der Frontseite für einfachen Zugang zur Maschine
hatte und der für größere Wartungsarbeit über die
Maschine nach vorne geklappt werden konnte.
1969 wurde eine V8 350 PS Turbo Maschine eingeführt. Der
Scania 140. Diese Maschine war zu dieser Zeit das
größte LKW Motor in Europa, und seiner sonoren Klang
war zwischen Liebhaber weithin bekannt. Klicken Sie auf
das Motorenbild um dies zu erleben.

Während der siebziger Jahre
hatte Scania eine bemerkenswerte Expansion. Die
Produktion wurde verdoppelt und der Exportanteil
entwickelte sich zu 300 Prozent auf über 10 000
Einheiten jährlich. Eine Fabrik in Argentinien wurde
errichtet. Scania war jetzt ein globaler LKW-Hersteller
mit über 20 000 Angestellten.
Im Mitte des Jahrzehntes, wurde die neue Serie, als 81-
111 und 141, als Ablösung für die bisherigen 80, 110,
und 140 Modelle vorgestellt.
In den achtziger Jahre wurde die Serie 2 eingeführt.
Scania entwickelte das modulare Konzept konsequenter als
andere LKW-Produzenten.
Ende des Jahrzehntes ist die Serie 2 zur Serie 3
gewachsen. Dieses Modell wurde als europäischer
"LKW des Jahres" 1989 gekürt.
Am der Anfang den neunziger Jahren wurde Scania auf mehr
als 100 Märkten in der ganze Welt verkauft. Die
jährliche Produktion erreichte 40 000 Einheiten. 1995
wurde die Serie 4, in Fabriken in Schweden, Holland und
Brasilien als ein reales, globales LKW-Modell gebaut.
Heute
Heute gibt es 11 Scania Fabriken
in 5 Ländern. In Jahr 2000 verließ der 1.000.000ste LKW
das Fliessband, und im gleichen Jahr wurde ein V8-Motor
mit 16 Liter Hubraum vorgestellt.
Scania ist eine weithin bekannte Marke in der ganzen
Welt. Eine Marke, die für ihre Qualität und
Zuverlässigkeit bekannt ist.
SAAB ist jetzt unter den Flügeln von General Motors. Die
Flugzeugabteilung wird als unabhängige Firma
fortgeführt.
Scania ist ein 100 Prozent LKW Unternehmen.
|